Immer wieder Frühling.

Dear

Foodie. Social Media-Addict. Immer hungrig und stets auf der Suche nach gutem Essen und kleinen Abenteuern.
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Wisst ihr, was perfekt in den beginnenden Herbst passt? Genau, Frühlingsrollen. Denn Frühlingsrollen passen immer und überall. In sehr regelmäßigen und kurzen Abständen überkommt mich ein riesiger Heißhunger auf meine selbstgemachten Frühlingsrollen. Dabei ist es hier ähnlich wie beim Sushi: Mir war früher nicht bewusst, wie abgöttisch ich diese Dinger liebe. Ich habe sowohl die kleinen Röllchen als auch die großen Rollen ab und an beim Asiaten gegessen. Die kleinen waren mir immer zu teigig und die großen viel zu ölig. Wie gut, dass sich die meisten solcher Probleme durch eine ganz simple Strategie lösen lassen: selbst machen und sich daran erfreuen, dass das, was man selbst kreiert, perfekt auf die eigenen Bedürfnisse und den eigenen Geschmack abgestimmt ist. Heute möchte ich euch mein Lieblingsrezept vorstellen.

 

Knusprig, low-fat und einfach

Sowohl einfach zu machen als auch einfach lecker. Jedes meiner Rezepte ist nur ein Vorschlag, den ihr annehmen und beliebig erweitern könnt. Doch bei keinem anderen Rezept wünsche ich mir mehr, dass ihr es ausprobiert. Damit meine ich, dass ihr die Ofen-Methode ausprobieren sollt. Die Füllung könnt ihr ganz nach eurem Geschmack machen, aber das Backen im Ofen war für mich persönlich ein “Magic Moment”. Denn das Ergebnis ist immer super-knusprig und man kann die Rollen in die Hand nehmen und saut sich dabei nicht mit Fett ein. Und das Beste: Der Geschmack der Füllung schwimmt mir nicht im Frittierfett davon. Mein Rezept lässt sich übrigens auch sehr gut in eine vegane Variante umwandeln.

Zutaten für 2 hungrige Personen:

  • 150 gr Glasnudeln
  • 1 kleiner Chinakohl
  • 3 Möhren*
  • 150 gr Hackfleisch (ich habe Schweinehack genommen. Für weniger Fett könnt ihr Hühnchenbrust klein hacken.)
  • 3-4 EL Sojasoße*
  • 1/2 TL gemahlener, weißer Pfeffer
  • Frühlingsrollenblätter

Das sind meine Grundzutaten, die ich immer drin haben möchte. Allein mit diesen Zutaten schmeckt es mir bereits ziemlich gut. Je nachdem, was ich noch vorrätig habe, ergänze ich: Knoblauch, Ingwer, Sesamöl, Pilze, Zucchini, Sojasprossen – eigentlich eignet sich jedes Gemüse, was schmeckt. 🙂 Lässt man das Fleisch weg, hat man auch schon vegane Frühlingsrollen, da weder die Glasnudeln noch die Blätter tierische Zutaten beinhalten.

Zubereitung:

  • Glasnudeln in eine Schüssel mit warmen Wasser legen. (Ungeachtet dessen, was auf der Packungsanleitung steht!)
  • Chinakohl grob klein schneiden. Es sieht viel aus, aber glaubt mir: passt! (Ich schneide den Strunk größtenteils raus und verwende ihn ein anderes Mal für eine knackige Gemüsepfanne oder dergleichen. Wenn ihr ihn mit in die Füllung geben wollt, solltet ihr ihn sehr klein schneiden.)
  • Möhren raspeln.
  • Hackfleisch anbraten. Zugabe von Öl nicht notwendig.
  • Die Nudeln dürften inzwischen halbwegs weich sein, sodass ihr sie mit einer Schere ein wenig klein schneiden könnt.
  • Die Nudeln direkt aus dem Wasser in die Pfanne/ den Wok geben. Sie müssen nicht perfekt abgetropft sein. Das bisschen Wasser hilft, die Nudeln fertig zu garen.
  • Gemüse hinzugeben.
  • Mit Sojasoße und Pfeffer würzen. Achtung: jede Sojasoße schmeckt ein bisschen anders, daher auf jeden Fall abschmecken.
  • Die Füllung abkühlen lassen.

 

  • Füllung auf ein Frühlingsrollenblatt geben und nach der Methode eurer Wahl rollen. Dabei die Flächen des Blattes, die zusammenhalten sollen, mit etwas Wasser befeuchten.
  • Die Frühlingsrollen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und ca 20 – 30 Minuten bei maximaler Ober-/Unterhitze knusprig backen.

Wenn die Ecken anfangen braun zu werden, solltet ihr euch nicht so weit vom Ofen entfernen. Die Frühlingsrolle an sich wird nicht so goldbraun wie die frittierte Variante, aber lasst euch nicht abschrecken: sie sind sogar noch knuspriger als ihre Dickmacher-Verwandten. Wenn sie sich “hart” anfühlen, an bestimmten Stellen auch schon leicht goldig werden, dann sind sie servierbereit! Ich mache dazu immer einen süß-sauren Dip: 3 TL Pfirsichmarmelade*, 2 Tl weißen Balsamico, 2 TL Sojasoße*, bisschen Chili. Das Fruchtige passt sehr gut dazu und da ich die Marmelade aus guten Zutaten selbst gemacht habe, ist mein Dip auch wesentlich gesünder als der Frühlingsrollendip, den es zu kaufen gibt. 🙂

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* Diese Zutaten habe ich im Rahmen von Foodsharing kostenlos bei Betrieben oder Privatpersonen abgeholt oder aus abgeholten Lebensmitteln selbst zubereitet. Foodsharing ist eine Bewegung, die sich gegen Lebensmittelverschwendung einsetzt. Jeder kann bei Foodsharing mitmachen und Lebensmittel retten. Auch du. 🙂

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