Pizza-Knödel

Dear

Foodie. Social Media-Addict. Immer hungrig und stets auf der Suche nach gutem Essen und kleinen Abenteuern.
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“Das ist doch nur was für Rentner”, ist eines der vielen Vorurteile, mit denen die armen Knödel zu kämpfen haben. Dies ist wahrscheinlich bedingt durch ein weiteres Gerücht, das ich wohlgemerkt als nicht wahr empfinde: “Knödel machen ist aufwendig, zeitraubend und verursacht eine große Schweinerei in der Küche”. All diese Mythen haben zu einem sehr ambivalenten Ruf geführt. Einerseits gelten Knödel (oder Klöße, aber das wäre eine andere Diskussion) als klassischer Bestandteil der Festtagsküche, was für ihre Besonderheit spricht. Auf der anderen Seite werden sie als langweilig und altbacken verpönt. Altbacken ist allerdings nur die Hauptzutat – nämlich trockene Semmeln. Darüber hinaus sind Knödel unfassbar vielseitig und alltagstauglich. So wie Pizza. Und wer würde je behaupten, Pizza sei nur etwas für Rentner?

Eine Hommage an die Knödel

Mit ein paar Tricks und der Missachtung herkömmlicher Herstellungsweisen ist die Zubereitung der Knödel kinderleicht und geht schnell.
Das Wichtigste sind die Semmelwürfel. Sie müssen trocken sein, sonst stimmt das Verhältnis zur Flüssigmasse nicht mehr. Um sie zu trocknen, sollte man sie schneiden, solange sie es noch nicht sind. Sonst darf man sich nicht wundern, wenn die Küche in Krümeln versinkt. Die Art der Brötchen ist ganz egal
und lässt sich wunderbar kunterbunt mischen. Wenn ich sehr viele Brötchen, Baguettes oder Fladenbrote
übrig habe, was dank Foodsharing recht häufig der Fall ist, schneide ich sie in Würfel, lege sie aus und lasse sie 2-3 Tage an der Luft trocknen. Danach stecke ich sie in eine Tüte und habe sie immer griffbereit.
Dieses Rezept soll zur Inspiration und Motivation dienen. Lasst uns gemeinsam den armen Knödel aus seiner unverdienten Image-Misere helfen. Meine Variante ist nicht nach Uromas Art und wird auch nicht mit einem Festtagsbraten und Rotkraut gegessen, obschon das auch lecker wäre.

Zutaten für 4 Personen:

  • 300 gr getrocknete Semmelwürfel
  • 2 Eier
  • 300 ml Milch
  • 250 gr Champignons
  • 1 rote Paprika
  • 1 handvoll Basilikumblätter
  • Salz und Pfeffer
  • Olivenöl
  • eventuell Paniermehl

 Zubereitung

Champignons und Paprika klein würfeln, Basilikum klein schneiden. In eine große Pfanne etwas Wasser

geben, sodass der Boden knapp bedeckt ist. Darin werden die Pilze stark erhitzt, bis die Pilze weich, die Flüssigkeit aber komplett verdampft ist. Wenn zu viel Flüssigkeit da sein sollte, kippt es einfach weg. Olivenöl drüber träufeln und die Pilze gut anbraten. Pfanne von der heißen Platte nehmen, Paprika und Basilikum hinzugeben. Stehen lassen, während ihr Milch, Eier, Salz und Pfeffer verquirlt und über die Semmelwürfel kippt. Grob vermengen. Nicht wundern, wenn es zu trocken wirkt, bis hierher ist alles richtig! Den Teig eine halbe Stunde bis eine Stunde ruhen lassen. In dieser Zeit könnt ihr getrost die aktuelle Folge eurer Lieblingsserie angucken.

Da ich es mag, wenn die Knödel noch Brötchenstruktur haben, lege ich vor dem Vermischen eine handvoll Brötchenwürfel zurück und lasse den Teig nur eine halbe Stunde ruhen. Dann gebe ich die restlichen Brötchenwürfel dazu und vermenge mit den Händen alles zu einer formbaren Masse. Wenn der Teig zu matschig ist, gebt, wenn ihr noch Semmelwürfel auf Lager habt, davon welche hinzu, ansonsten Paniermehl.
Die Hälfte des Teiges rausnehmen und zu einer Rolle mit ca. 5-6 cm Durchmesser formen und in eine mit Olivenöl bestrichene Alufolie wickeln. Dasselbe mit der zweiten Hälfte des Teiges machen und beide Rollen bei 150 Grad Umluft für ca 30-40 Minuten in den Ofen geben. Vorsichtig aus der Alufolie wickeln und etwas abkühlen lassen, dann in Scheiben schneiden und mit Salat servieren.
Für noch mehr Pizza-Feeling können die Scheiben angebraten werden, auf die nach oben zeigende Seite etwas Käse geben, Deckel drauf und warten bis der Käse geschmolzen ist. Dazu eine simple Tomatensoße.
Lasst es euch schmecken!

 

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