Simpler Genuss: Zwiebelkuchen

Dear

Foodie. Social Media-Addict. Immer hungrig und stets auf der Suche nach gutem Essen und kleinen Abenteuern.
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Es ist Federweißer-Zeit und damit auch Zwiebelkuchen-Zeit. Als ich schon vor ein paar Wochen die ersten Stände gesehen habe, wusste ich, dass es herbstet, und dass es nun gemütlich wird. Nachdem es letzte Woche auf dem Blog sehr asiatisch zuging, möchte ich mich wieder dem regionalen Genuss widmen. Ich habe an einem Marktstand eine Flasche Federweißer gekauft – natürlich in der Variante ultrasüß – und teste einmal mehr meine Backkünste.

Normalerweise hole ich mir bei jeder teigigen Angelegenheit Hilfe, doch dieses Mal habe ich den Teig mit viel Liebe und für mich untypischer Geduld geknetet. Da es schon ziemlich spät war, habe ich nicht einmal meine Küchenmaschine um Hilfe gebeten. Ich muss sagen: Es hat etwas Befriedigendes, zu sehen und zu spüren, wie aus einzelnen Zutaten eine homogene Masse wird und mit jeder Minute des Knetens stieg die Vorfreude in mir.

Zwiebelkuchen ohne Kümmel

Der Zwiebelkuchen hat Tradition. Daher ist es für mich nicht unriskant, ein Rezept dafür zu veröffentlichen. Denn irgendwo in meinem Hinterkopf sitzt eine imaginäre Oma, die mir ab und an sagt, dass das so nicht gehört und ganz anders sein müsste. Da ich jedoch mit all den traditionellen Gerichten nicht aufgewachsen bin und keine reale Oma mir je beibrachte, wie es zu sein hat, gehe ich mit einer gewissen Naivität an die Dinge heran und fühle mich frei, sie so zu gestalten, wie ich sie mag. Kümmel mag meine unsichtbare, aber großzügig helfende Hand nicht so gern, daher hat es in meinem Rezept nichts zu suchen.

Zutaten für 4 Portionen

Für den Teig:

  • 200 gr Mehl
  • 100 gr weiche Butter
  • 1 Ei
  • 1 Prise Salz und Zucker
  • 1 Messerspitze Backpulver

Für die Füllung:

  • 5 große Zwiebeln
  • 100 gr gewürfelten Speck (natürlich optional)
  • 3 Zweige Thymian
  • 200 ml Sahne
  • 2 Eier
  •  ca.1/2 TL Salz
  • etwas Pfeffer und Muskat
  • 1 EL Öl

Zubereitung:

Das Mehl in eine große Schüssel sieben, die restlichen Zutaten hinzugeben. An dieser Stelle kann die Knetfunktion der Küchenmaschine viel Arbeit abnehmen, aber ich rate dazu zumindest einmal einfach nur die Hände zu nehmen und die Zutaten ungefähr 15 Minuten lang zu einer homogenen Masse zu kneten. Dann den Teig zu einer runden Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und für 30 Minuten in den Kühlschrank legen und die Füllung vorbereiten.

Die Zwiebeln schälen und würfeln. Natürlich könnt ihr auch Ringe schneiden oder reiben. Ich mag die zerhackstückelte Form, daher habe ich die Zwiebeln in den Multi-Zerkleinerer gegeben und war ohne viele Tränen ganz schnell fertig. Dann den Speck würfeln, die Thymianzweige abziehen. Zwiebeln, Speck und Thymian in eine mit Öl erhitzte Pfanne geben und alles solange anbraten, bis die Zwiebeln glasig sind und etwas abkühlen lassen. Eier, Sahne und Gewürze verquirlen. Die Zwiebelmasse unterheben.

Den Teig ausrollen und in eine eingefettete Tarteform legen und leicht andrücken. Der Teig reicht für eine normalgroße Form. Ich habe allerdings noch zwei kleine Formen gemacht und meine größere Form daher etwas dünner ausgelegt und den Rand nicht ganz so hoch gezogen. Dann mit der Zwiebel-Ei-Masse befüllen und für ca. 30 Minuten in den auf 180 Grad vorgeheizten Ofen schieben. Wenn die Oberfläche leicht goldbraun wird und der Rand fest geworden ist, sollte der Zwiebelkuchen fertig sein. Er lässt sich ganz leicht aus der Form herausnemen. Der Teig ist fluffig, die Füllung saftig und durch die karamellisierten Zwiebeln leicht süßlich.

Nun könnt ihr euch den Zwiebelkuchen mit etwas Federweißer schmecken lassen, die Beine hochlegen und den Feierabend mit euren Liebsten genießen.

Happiness is not a destination, it is a way of life.

Nicht traditionell, aber auch zu Federweißer und einem guten Abend mit Freunden passend: Pull-Apart-Bread mit viel Käse

 

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