One Day of Eating in Berlin – köstliche Eindrücke

Im House of Small Wonder in Berlin Mitte | www.dearlicious.com

Ich war in letzter Zeit ein paar Male beruflich in Berlin und bin an wahnsinnig vielen tollen Cafés und Restaurants vorbeigelaufen, dass ich mir nun dachte: Ich muss auch einmal privat durch Berlin schlendern und mir unsere Hauptstadt schmecken lassen. Mit meinem Freund habe ich mich einen ganzen Tag durch Berlin gegessen. Wir sind diese Art von Urlauber. Wir reisen, um zu essen. Um gut zu essen. Wir erschließen uns Orte und Kulturen über die Gastronomie. Über das, was uns auf dem Teller serviert wird. Wir sind Opfer von Internetrezensionen, aber auch von süßen Lokalitäten, die wir finden, wenn wir durch Gassen irren. Wir mögen’s schön. Sauber muss es sein, aber nicht zu clean. Charme ist uns ganz wichtig. Freundlichkeit, außergewöhnliche Geschmackskompositionen, die aber nicht zu sehr abgehoben sein sollten. Qualität. Liebe.

Ein Glück, dass mein Magen größer ist, als man vermuten würde, wenn man mich sieht. Ich bin winzig-klein, kann aber essen wie ein Riese. Daher konnte ich an einem Tag viele kulinarische Eindrücke sammeln, von denen ich euch keines vorenthalten möchte. Leider hatte ich meine Spiegelreflexkamera nicht dabei, aber hey, wir sind ja irgendwie eh die Generation Smartphone, oder? Wie dem auch sei: Lasst euch den Spaß und vor allem den Appetit nicht durch meine dilettantischen Fotos verderben. 🙂

Frühstück in Berlin

Vietnamesisches Frühstück in Berlin Neukölln Maison Han | www.dearlicious.com
Jasmin-Minze-Zimt-Tee im Maison Han

Maison Han in Neukölln: Wir lieben asiatisches Essen ja über alles und die vietnamesische Küche hat den Vorteil, dass sie der thailändischen sehr ähnlich ist, aber doch ein bisschen anders. Wir haben über eine halbe Stunde Weg auf uns genommen, um im Maison Han vietnamesisch zu frühstücken. Ich bin nicht so die Süß-Frühstückerin. Ich liebe es schon morgens herzhaft und das bekommt man an diesem Ort definitiv. Ich hatte wahnsinnig leckere Banh Cuon (in Reispapier gewickeltes und gedämpftes Hack) und einen fruchtigen Gurken-Mango-Salat mit Reispapier, dazu einen Minz-Zimt-Jasmin-Tee. Martin hatte ein optisch sehr schön anzusehendes Pfännchen mit Spiegeleiern, Gemüse und vietnamesischer Wurst und dazu vietnamesischen Kaffee, der mitten im Café selbst geröstet und gemahlen wird und den man hier auch abgepackt kaufen kann.

Vietnamesisches Frühstück in Berlin Neukölln Maison Han | www.dearlicious.com
Vietnamesisches Frühstück im Maison Han

Foodflanieren in der Moabiter Markthalle

Markthalle Moabit: Nach dem Frühstück waren wir satt und glücklich, aber von Essen hatten wir noch längst nicht genug. Wir wollten mehr. Wir sind unersättlich. Wir fahren also in die Markthalle Moabit und flanieren. Wir checken, was es so Leckeres gibt und merken uns ein paar Sachen für das nächste Mal. Wir mögen die unaufgeregte Atmosphäre, beobachten wie junge und alte Menschen hier ganz gemütlich ins Wochenende starten. Beim nächsten Mal kommen wir zum Essen wieder.

Markthalle Moabit in Berlin | www.dearliciouscom
Moabiter Markthalle

 

Flanieren in der MArkthalle Moabit in Berlin | www.dearlicious.com
Flanieren in der Markthalle Moabit in Berlin

Mittagessen im Berliner Dschungel

Mittagessen im House of Small Wonder in Berlin Mitte | www.dearlicious.com
House of Small Wonder

House of Small Wonder (Mitte): Als wir eintreten, sehen wir sofort eine Wendeltreppe umgeben von ganz vielen Grünpflanzen. In mir kommen Assoziationen zu dem Märchen „Jack und die Bohnenranke“. Am Fuße der Treppe sitzen auf einer Bank, die an der Wand steht, Menschen und scheinen zu warten. Wie gut, dass ich noch gar nicht so hungrig bin, denn sonst hätte ich vielleicht sofort wieder kehrt gemacht, da ich von einer langen Wartezeit ausging. Aber dann ging es doch ganz schnell und wir mussten nur etwa 15 Minuten warten, bis wir die Treppe ins Wunderland emporsteigen durften. Dort ist es voll und laut, aber nicht unangenehm. Eher angenehm trubelig. Das Personal ist schnell, aber nicht hektisch und trotz der Warteschlange unten, haben wir nicht das Gefühl, dass wir abserviert werden. Die Speisekarte ist japanisch angehaucht und daher nutze ich die Gelegenheit und probiere zum ersten Mal Onigiri – gewürzte, japanische Reisbällchen. Sie schmecken nicht nur, sondern sind auch noch fotogen. Ich bin zufrieden. Wir lassen uns Zeit und trinken noch einen Matcha Latte und einen Ingwertee, bevor wir weiterziehen.

Mittagessen im House of Small Wonder in Berlin Mitte | www.dearlicious.com
Onigiri im House of Small Wonder

Teatime in Berlin

Teahouse in Berlin Mitte | www.dearlicious.com
Teatime

Nan Nuo Shan Teahouse & Teashop (Mitte): Wir spazieren ein bisschen durch die Straßen, schauen in ein paar Läden rein und sehen ein kleines Schild, das Tee und Kuchen verspricht. Wir folgen dem Pfeil und landen in einem Hof, der ganz verträumt wirkte. Scheinbar waren’s die Heckmann Höfe. Und dort fanden wir auch den versprochenen Tee. Die Teestube war irgendwie magisch. So ruhig und absolut entspannt, ein bisschen wie in so einem asiatischen Film, in dem niemand redet und alle nur meditieren. Es gab Kuchen und Mochis und ganz viel Tee, der auch in dem Laden abgepackt wird. Martin und ich schweigen uns an, erschöpft von unserer Essenstour, trinken duftenden Tee und genießen die Ruhe.

Tee trinken in Berlin | www.dearlicious.comTee trinken in Berlin | www.dearlicious.com
Blumen Tee

Ab hier muss ich ein bisschen schummeln, da wir nach dem Tee bereits späten Nachmittag haben und um 17:30 Uhr unseren Zug zurück Richtung Mainz genommen haben. Aber unser Foodtrip begann ja schon am frühen Abend des Vortags, deshalb kann ich auch noch mit einem Café und einem Abendessen dienen.

Kaffeezeit

Oslo Kaffeebar (Mitte): Es ist bereits nach 18 Uhr gewesen, doch wir hatten unseren Tisch fürs Abendessen erst um 19:30 Uhr reserviert und vom Himmel nieselte es ganz eklig, daher wollten wir einfach irgendwo rein. Wie schön, dass Berlin scheinbar überall was Hübsches zu bieten hat. Wir gehen rein und ich mag, wie es hier aussieht, wie es duftet. Ein paar Hipster sitzen mit ihren Macbooks hier … so was sieht man in Mainz nicht so oft. Ich habe sofort Lust, mir auch ein Macbook zu kaufen. Ich bin übrigens keine Kaffeetrinkerin. Aber mein Chai war lecker.

Kaffee und Kuchen in der Oslo Kaffeebar in Berlin Mitte | www.dearlicious.com
Gemütlich einen Chai Latte trinken

Abendessen in Mitte

Schnitzelei Berlin Mitte | www.dearlicious.com
Deutsche Tapas als Vorspeise

Schnitzelei Mitte: Als wir telefonisch reserviert hatten, hieß es, dass wir mit der Bar vorlieb nehmen müssten, da sonst schon alle Plätze ausgebucht seien. Nun gut, wir hatten Bock auf Schnitzel und die Schnitzelei wurde auf „Mit Vergnügen Berlin“ empfohlen – also was soll’s. Eine Bar soll meinem Schnitzel nicht im Wege stehen. Als wir ankamen, sagt das Personal sofort, dass wir doch noch einen Tisch bekommen, was ich dann doch ganz nett fand und noch ehe ich mich gesetzt habe, kam unser Willkommensbier. Zackiger Service – find ich gut. Das Restaurant ist modern und stylisch. Wir haben mit ein paar deutschen Tapas angefangen: Berliner Buletten, Ziegenfrischkäse mit Honig und Thymian und ein Rote-Bete-Dip. Geiler Scheiß. Deutsches Essen kann ja richtig sexy sein. Und dann hab ich etwas Untypisches für mich getan. Ich habe etwas Veganes bestellt: Austernpilzschnitzel. Es hat gut geschmeckt, aber ganz ehrlich: Es hat mich nicht vom Hocker gehauen. Martin hatte ein bayrisches Schnitzel. Die Panade war leicht süßlich, was ich ganz interessant fand. Fazit: Vorspeise war richtig lecker und die Hauptspeise war auch gut, aber es ist noch Luft nach oben.

Berlin_Tipps_schnitzelei_2
Austernschnitzel

Zum Schluss …

Amano Grand Central Bar (Mitte): Den Abend ließen wir in der Hotelbar ausklingen. Im sechsten Stock trinke ich auf Empfehlung meines Kollegen einen Pink Mojito in Clubatmosphäre. Der Mojito hält, was der Kollege versprach. So lassen wir den Tag vollkommen tiefenentspannt ausklingen.

Viele weitere Eindrücke habe ich auf Instagram für euch gesammelt. Habt ihr ein Lieblingscafé oder -restaurant in Berlin? Verratet es mir, denn ich werde sicher mal wieder einen kulinarischen Trip dorthin machen. 🙂

Und wenn ihr einen heißen Tipp für Mainz braucht: Ich empfehle Kumpir essen im Schrebergarten.

 

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1 Kommentar

  1. […] einfacher und günstiger getaltete sich unser Berlin Food-Trip, den ich ebenfalls hier im Blog festgehalten habe. Und Rhodos. Ohhhh, Rhodos war ein […]

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