Bangkok-Tipps für Skeptiker

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Bangkok ist für mich wie ein entfernter Verwandter, mit dem man sich auf Familienfesten unterhalten muss, aber ansonsten lieber meidet. Sprich: Jeder meiner Thailandurlaube beginnt und endet in der Millionenstadt, aber ich versuche die Zeit dort möglichst kurz zu halten. Die Stadt stinkt, sie ist laut und schmutzig und hektisch. Alles und jeder rast an mir vorbei, während ich feststecke. In Staus. In überfüllten Bahnen. In Schlangen.

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Doch mit jedem weiteren Besuch nähere ich mich Thailands Hauptstadt an und mittlerweile haben wir uns sogar ein bisschen angefreundet. Hier sind also meine Top5-Tipps für alle, die Bangkok eine Chance geben wollen – und das halte ich schon für eine gute Idee, denn Bangkok gehört zu Thailand wie die drückende Mittagshitze zum heißen Sommertag.

Bangkok-Tipp #1: komfortable Unterkunft

Es klingt banal, aber ist zumindest für mein Wohlbefinden ein Muss: eine saubere und schöne Unterkunft. Und in dieser Hinsicht muss man Bangkok einfach wirklich loben. Für wenig Geld bekommt man hier eine sehr gute Auswahl, die ihresgleichen sucht. Martin und ich haben da schon einige Preiskategorien ausgetestet. Für ca. 10 Euro kann man in stylischen Hostels unterkommen, wie etwa das Lüz Hostel. Das ist modern, sauber und instagramable. Hängematten und Spielekonsolen inklusive. Da ich selbst nicht dort genächtigt habe, sondern meiner Schwester im nahegelegen Krankenhaus Bumrungrad Gesellschaft leisten musste, habe ich keine Bilder. Aber hier könnt ihr euch das Hostel direkt auf booking.com anschauen und mit dem Code “NITJAK11” bekommt ihr nach eurem Aufenthalt 15 Euro gutgeschrieben.

Gebt euch in Bangkok nicht mit ramschigen Zimmern zufrieden. Wer das tut, ist ein bisschen selber Schuld.  Es bedarf keiner großen Recherche und kein großes Budget, um etwas Schönes zu finden. Auf AirBnB findet ihr viele Appartments mit atemberaubender Aussicht und Swimmingpool auf der Dachterasse – für unter 50 Euro. Bei Registrierung auf AirBnB über diesem Link erhaltet ihr einen 30 €-Gutschein.

 

Bangkok-Tipps für Skeptiker | AirBnB in BKK | www.dearlicious.com  | Dear Nitjakan Bunbuamas
AirBnB mit riesiger Dachterrasse, Swimming-Pool und Aussicht für 25 Euro/Nacht.

Wer sich ein bisschen mehr Luxus gönnen möchte, kommt in Bangkok auch immer noch verhältnismäßig günstig auf seine Kosten. Für 140 Euro haben wir eine Nacht im berühmt-berüchtigten Hangover-Hotel “Lebua” gebucht. Für diesen Preis haben wir alles inklusive bekommen: ein sehr großes Zimmer mit Balkon und spektakulärer Aussicht, Auffüllen der Minibar nach Belieben, sehr gutes Frühstück, Mittag- und Abendessen, sowie ein Gratis-Cocktail in der sagenumwobenen Sirocco-Bar. Wir durften bereits um sechs Uhr früh einchecken und mussten erst um 16 Uhr am Folgetag raus. Gemessen an den Leistungen für nahezu zwei Tage Aufenthalt fanden wir den Preis vollkommen legitim. Gebucht haben wir direkt über das Hotel, da es dort am günstigsten war. Wer der Hektik Bangkoks entkommen will, der nistet sich hier einfach ein, lässt seine Seele während des Frühstücks am Pool baumeln oder genießt einen Cocktail, während er seinen Blick über Bangkok schweifen lässt.

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Frühstück am Pool im Lebua State Hotel in Bangkok

Bangkok-Tipp #2: Ancient City (Mueang Boran)

Ancient City habe ich selbst erst während meines letzten Aufenthalts entdeckt und er hat wie kein anderer Ort mein Herz für Bangkok erwärmt. Es handelt sich hierbei um das größte Freilichtmuseum der Welt. In einem riesigen Park, der von oben gesehen die Form Thailands hat, findet man architektonische und kulturelle Sehenswürdigkeiten des ganzen Landes in verkleinerter Form und realitätsgetreu angeordnet. Auf dem Rad oder in einem Golfwagen kann man also Mini-Thailand durchfahren und erleben. Das macht wahnsinnig Spaß und die Miniaturen sind immer noch beeindruckend groß und machen sehr viel Lust, das Land zu entdecken. Der Park ist riesig und dadurch, dass er eher etwas außerhalb liegt, wird man dort nicht wie an anderen Stellen von Menschenmassen erdrückt. Das finde ich ziemlich angenehm!

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Ancient City – Mueang Boran | www.dearlicious.com

 

Bangkok-Tipp #3: Cafés

Es gibt extravagante Cafés in Bangkok, die allemal einen Besuch wert sind. Um zum Café Reverie zu kommen, mussten wir uns aus dem Zentrum entfernen und hatten Schwierigkeiten einen Taxifahrer zu finden, der auf Anhieb den Weg kannte. Doch im Zeitalter von Google Maps ist nichts unmöglich. Die Anreise hat sich mehr als gelohnt, denn unser Zielort entpuppte sich als ein weißes Märchenland irgendwo im Nirgendwo. Das Reverie ist lichtdurchflutet und das Interior ist komplett filigran und weiß gehalten. Das Märchenhafte steckt hier in vielen liebevollen Details. So findet man Cinderellas Glasschuh oder die verzauberte Rose aus “Die Schöne und das Biest” unter einer Glasglocke. Essen und Getränke sind für thailändische Verhältnisse etwas höherpreisiger, aber glaubt mir, euer Instagram-Feed wird’s euch danken! Alles, was in dem Café liegt, darf benutzt und fotografiert werden. So auch der Haarschmuck, den die Besitzer des Restaurants ganz sicher nach den beliebten Snapchat-Filtern ausgewählt haben. Ich empfehle ganz besonders die kleinen, nach Märchen benannten Törtchen zu probieren. Sie sind köstlich. Es gibt in Bangkok noch zahlreiche andere Themen-Cafés. Da ist sicher für jeden etwas dabei.

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Bangkok-Tipp #4: Essen in Malls

Ich weiß, ich weiß. Bangkok und Garküchen, ihr liebt es. Ich für meinen Teil beginne und beende meinen Urlaub lieber so sicher für meinen Magen wie nur irgend möglich. Und auch wenn ihr Thailands Streetfood liebt, lohnt es sich vor allem in den riesigen Malls in Bangkok einmal die kulinarischen Fühler auszustrecken. Das Essensangebot im MBK, Terminal 21 oder Siam Paragon ist umwerfend. Ich könnte Wochen damit verbringen, mich dort durchzufuttern. Es reiht sich ein gutes Restaurant neben das andere und man kann ganz komfortabel in hübsch eingerichteten und gut klimatisierten Räumlichkeiten Essen aus Thailand, Japan oder Korea zu sich nehmen. Steaks und Burger gibt es auch. Eben alles, was die Thailänder selbst gern haben. Lasst euch nicht von den qualitativ ernüchternden Essensangeboten in deutschen Einkaufszentren verunsichern. Die Restaurants in thailändischen Malls sind erste Klasse. Außerdem könnt ihr hier viele der Foodtrends finden, die euch im deutschen Alltag sonst nur auf Instagram oder Facebook begegnen, wie zum Beispiel das üppig-koreanische Eis Bing Su oder der fluffig-japanische Jiggly Cheesecake. Foodies werden sich in den Restaurant-Etagen der Malls auf jeden Fall wohlfühlen, das verspreche ich. Die Preise sind auch hier wieder etwas höher, aber im Vergleich zu einem deutschen Restaurantbesuch immer noch akzeptabel.

Bangkok-Tipps für Skeptiker | Dak Galbi im Terminal 21 | www.dearlicious.com | Dear Nitjakan Bunbuamas
Koreanisch essen in BKK | Dak Galbi im Terminal 21

Wer beim Shoppen allerdings nur schnell, günstig und lecker Essen zu sich nehmen will, findet in jedem größeren Einkaufszentrum einen Food Court. Hier findet man einen Stand neben dem anderen, die alle unterschiedliche thailändische Gerichte anbieten. Man muss sich vorher Coupons kaufen, mit denen man am Stand bezahlt. Gegessen wird dann im gemeinsam genutzen Sitzbereich. Streetfood meets Mensa, wenn man so will.

Bangkok-Tipp #5: Rooftop-Bars

Das ist alles andere als ein Geheimtipp, aber gehört für mich unabdingbar in einer Liste mit Bangkok-Tipps dazu. Diese Stadt will hoch hinaus und ihr verpasst was, wenn ihr nicht mitgeht. In der Red Sky Bar im 55. Stock des Centara Grand Hotel mitten im Shopping-Zentrum könnt ihr bei einem 360 Grad Panorama einen überteuerten Cocktail schlürfen. Das gebe ich ganz ehrlich zu: Der selbst für europäische Verhältnisse hohe Preis der Speisen und Getränke spiegelt sich in den Bars selten in der Qualität wieder. Aber der Ausblick und die Atmosphäre entschädigt dich für jeden Cent und wenn ihr auch die Happy Hour abpasst, tut die Rechnung nur noch halb so sehr weh. Hier oben, wo die Sterne zum Greifen nah sind und alle furchtbar schick aussehen, vergisst man für einen Augenblick alles Leid der Welt. Hier oben spürt man nichts von der Schere zwischen Arm und Reich, die auf Thailands Straßen sonst allgegenwärtig ist. Ich bin der Meinung, dass man sich diese Auszeit und diesen Luxus im Urlaub ruhig einmal gönnen darf.

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Noch eine Nummer schicker als das Red Sky ist die Sirocco Bar im Lebua Hotel. Der Ausblick ist nicht von dieser Welt und daher nicht wirklich auf einem Bild einfangbar. Dort zu stehen und auf die Millionenstadt hinunter zu blicken, gab mir das Gefühl, in einer vollkommen anderen Welt zu sein. Etwas legerer, aber trotzdem mit atemberaubender Aussicht, soll das Octave sein. Beachtet unbedingt die Kleiderordnung der jeweiligen Bar. Meist gilt dort: Smart Casual. Flip Flops und kurze Hosen haben in den glamourösen Rooftop-Bars nichts zu suchen.

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Sirocco Bar im Lebua State Hotel in BKK

Wer einfach nur einmal für ein Wochenende Ruhe und Entscheunigung sucht, der muss nicht weit reisen. In Haarlem konnte ich meine Seele richtig baumeln lassen.

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